Wohnformen im Alter

  1.  Betreutes Wohnen, Servicewohnen mit und ohne Tagespflege, oder Pflegehotel
  2. Umbau im Bestand, Leben zu Hause verwandelt und möglich
  3. Ambulante Wohngruppen, sogenannte Hausgemeinschaften mit und ohne Spezialisierung für bestimmte oder
    krankheitsbedingte Wohn- und Versorgungsformen
  4. Tagespflege und Pflegehotel
  5. Reise-Hoppings und begleitende, betreute Ausflüge, Unternehmungen
  6. eine sehr interessante Form des Wohnens ist das altersverschwimmende, nahtlose Wohnen für jede Altersform angedacht, mit präventiver Technik, Sicherheit, Sinngebung in der Architektur zum "wohlfühlen" mit Medical Sha, einem speziellen Wellness, Gesundheits- und Sportprogramm von Netzwelten®. Das Leben in den eigenen Wänden genießen, egal, was passiert "für immer" klingt interessant, oder? Wir beraten Sie hierzu gerne in einem persönlichen Gespräch.
  7. Wohneinheiten, Clubs für den Monopolmarkt, ob als Golfer,Reiter, Tennisspieler, oder Künstler, Sportler. Die Idee von Netzwelten® in Clubs mit Gleichgesinnten zu Leben, so wie ich bin, so darf ich sein, das lohnt sich. Wir beteiligen Sie mit in der Planung, Gestaltung mit und ohne Tiere als therapeutischen Projekt oder zum Leben mit den geliebten Tieren. Das sieht Netzwelten® in der Ideenbörse vor. Ein Highlight hierbei sind die Einheit Medical Sha, eine Kombination aus Gesundheit, Entspannung, Stabilisierung, Förderung der Mobilisation und Schmerzfreiheit durch ein sehr interessantes, bewährtes Konzept. Melden Sie sich, wir beraten Sie gerne.

 

1. Betreutes Wohnen, Servicewohnen
Regelung z.B.  nach § 5, Abs. 3 LWTG Landesverordnung Rheinland-Pfalz vom 22.12.2009, Landesgesetz über Wohnformen und Teilhabe (LWTG) und DIN ISO 77800. Hier muss jedes Bundesland separat geprüft und im Konzept nach Wünschen des Kunden gestaltet werden.

 

Das betreute Wohnen ist eine Wohnform für Menschen im Alter, die nicht zwangsläufig einen ausgeprägten Hilfs- und Betreuungs- und/oder Pflegebedarf haben. Beim betreuten Wohnen hat man eine eigene Wohnung in Wohnanlagen. Dort kann man selbständig leben, es gibt Freizeitangebote, Wellnessangebote, Tierangebote je nach Konzept und Spezialisierung. Für die zunehmende Hilfsbedürftigkeit ist alles vorbereitet, sowohl baulich als auch in Form der notwendigen Dienstleistungsangebote wie Essensdienst, Haushaltsdienst, Pflegedienst. Betreutes Wohnen steht auch für Servicewohnen, Wohnen plus und Residenzen. Die DIN ISO 77800, DIN 18025, 18040 regeln das betreute Wohnen. Erklärtes  Ziel der beteiligten Fachkreise war eine Zertifizierungsgrundlage- eine Dienstleistungsnorm.

 

Geregelte Aspekte im Überblick:

  •  Wohnanlage (Vermieter, Käufer, Anschrift, Kontaktdaten, Ansprechpartner, Größe der Anlage, Barrierefreiheit des Gebäudes, Art und Umfang der Gemeinschaftseinrichtungen
  • Wohnung und qm, Zuschnitte, Ausstattung, Möglichkeiten der Installierung von Zusatzeinrichtungen z. B. Waschmaschine, Infrastruktur zum Anschluss von Hausnotrufsystemen, ergänzend Telemedizin, Sicherheitstabletts, präventive Technik zur Unterstützung und Förderung.
  •   Zulässigkeit von Haustieren
  • Grundleistungen (Träger der Grundleistungen, Funktion des Ansprechpartners, Adresse, Telefon, etc.), Leistungskatalog
  • Wahlleistungen
    o   Freie Wählbarkeit der Dienstleister
    o   Leistungskatalog des Betreuungsträgers'
    o   Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern
  • Kosten und Finanzierung
    o   Miete qm/Monat/Mietnebenkostenvorauszahlung/Durchschnitt im Monat
    o   Möglichkeiten des Eigentumserwerbs
    o   Kosten Grundleistung/Monat
    o   Einmalige Kosten bei Vertragsabschluss
    o   Kosten PKW Stellplatz
    o   Preisliste für Wahlleistung
    o   Betreuungskonzept

Besondere Beachtung finden:

Haustechnischer Service, Notrufsicherung, Betreuungsleistung, Beratungsleistung, regelmäßige Informationstätigkeit, Vermittlungs- und Organisationstätigkeit, soziale und kulturelle Betreuung,

Einkaufsdienste, Shuttledienste, Wunschumsetzungen

 

Übersicht über Vertragsgestaltungen im betreuten Wohnen – Servicewohnen:

  •  Mietvertrag inkl. MNK, Selbstzahler              
  • Betreuungsvertrag – Dienstleistungsvertrag, Selbstzahler
  •  Vertrag für Zusatzleistungen, Selbstzahler
  • Verträge mit ggf. Kooperationspartner incl. Provisionsvertrag, Selbstzahler
  • Pflegevertrag mit ambulantem Dienst nach Wahl, wenn Pflegestufe über Pflegeversicherung, Behandlungspflege über Krankenkassen, ungedeckte Kosten über Sozialamt §§ 68/69 BHG. Die Entscheidung der Kostenübernahme obliegt dem Sozialamt und kann hier nicht generalisiert werden.

Die Verträge bilden gleichzeitig auch die Kostenstrukturen ab. Beim betreuten Wohnen zahlt man eine Mietsumme incl. Mietnebenkosten, eine Summe für Betreuungsleistungen, auf Wunsch zusätzliche Zusatzleistungen wie Massagen, kosmetische Behandlungen, Fußpflege, Wellnessleistungen, Shuttleservice. Wenn der Kunde Pflege benötigt, wird die Pflegeleistung über die vorhandene Pflegeleistung vom ambulanten Dienst direkt mit den Kassen abgerechnet. Der Dienst erstellt einen Pflege- und Leistungsplan, den er mit dem Kunden vertraglich abschließt und mit der Kasse abrechnet. Über das Angebot hinausgehende Wünsche zahlt der Kunde selbst.

 

 2. Umbau im Bestand – Wohnen zu Hause

 

Hier wird Wohnraum angepasst und umgebaut wie z. B. Einbau von Treppenlift oder Aufzug, Verbreiterung von Türen oder barrierefreie Duschen. Voraussetzung ist die Einstufung in eine Pflegestufe. Hier gibt die Pflegeversicherung eine Kostenbeteiligung für den Umbau in Höhe von 4.000,00 € je Maßnahme ohne Einkommensprüfung. Leben mehrere Pflegebedürftige in einer Wohnung, ist der Gesamtbetrag auf 16.000 € begrenzt. Netzwelten® hat in seiner Ideenbörse wertvolle Tipps zum Umbau im Bestand, was für die Inhaber, die Familien, eine Dorfgemeinschaft, für Kommunen interessant ist. Es ist ein wertvoller Gedanke, zu Hause zu bleiben. Ein Gedanke, der praktische geschickte Umsetzungsideen benötigt.

 

3. Ambulante Wohngruppen, Senioren-Wohngemeinschaften „Selbstbestimmt im Alter leben“

 

Wohngemeinschaften werden unter Menschen im Alter eine immer beliebtere Wohnform. Viele Menschen wollen im Alter nicht alleine leben, sondern die Vorzüge von gemeinschaftlichem Wohnen genießen. Der Kunde ist selbst Mieter und trifft damit die freie Entscheidung, ob und welches Hilfsangebot er in Anspruch nimmt. In einer Wohngemeinschaft kann jeder Kunde sich an den anfallenden Haushaltsarbeiten beteiligen und somit den Alltag unterstützen. Bei Versorgungslücken hilft der ambulante Dienst oder Hauswirtschaftshelfer. Gemeinsame Betreuungsveranstaltungen und Ausflüge werden auf Wunsch organisiert.

 

In Wohngemeinschaften gruppieren sich die individuellen Einzelzimmer mit Bad ab 30 m2, ideal ab 40 m2 um die Gemeinschaftsräume wie Küche, Bad, Wohnzimmer, Sportraum, Bibliothek mit Kaminzimmer. Diese Appartements/Zimmer formen sich zu einer Wohngruppe mit bis zu 12 Kunden. Die Ausstattung der Appartements/Zimmer obliegt ebenso wie im klassischen Servicewohnen/ betreuten Wohnen den Kunden und orientiert sich damit an privatem Wohnraum. Auch der die Zimmer/Appartements verbindende Flur wird wohnlich gestaltet, um die Atmosphäre und Privatheit zu nutzen und zu gestalten. Ziel dieser Wohnform ist, für alle Spezialisierungen einen Tagesablauf zu gestalten, der sowohl anregend als auch angstreduzierend sein kann. Diese Form des Wohnens eignet sich gut z.B. für Demenzkranke und aufbauend für eine Anzahl von Zielgruppen.

 

Das jeweilige Bundesland stellt für Anbieter aus diesem Bereich ein spezielles Beratungsangebot bereit. Das Konzept ist inhaltlich auf die Organisation, die rechtlichen Anforderungen, die Möglichkeiten der gemeinschaftlichen Lebens- und Haushaltsführung sowie die Erfordernisse einer fachgerechten Versorgung abgestimmt.

 

Netzwelten® wird je nach Kundenwunsch und Auftrag mit dem Land die vorhandenen Ideen des Kunden besprechen und mit den Beratungsstellen nach Möglichkeiten der Umsetzung suchen. Für jedes Land gibt es andere rechtliche Gegebenheiten, die vor Ort berücksichtigt werden müssen.

 

Verträge dieser Wohnform im Allgemeinen, je nach Typ:

  • Mietvertrag mit dem Träger der Wohngruppe
  • Vertrag für Dienstleistungen und Zusatzleistungen
  • Vertrag für Pflegeleistungen (Poolleistungen)
  • Kooperationsvertrag

Vorteile:

  • Integration in ein ganz normales Wohnumfeld
  • Ausstattung und Tagesabläufe wie in einem Privathaushalt
  • Möglichkeiten von Beteiligungen der Angehörigen (im Dienstplan – Kostenreduktion)
  • Beteiligung der Krankenkassen als Kostenträger in behandlungspflegerischen Maßnahmen, da sozialrechtlich eigener Haushalt
  • Beteiligung der Bewohner an allen relevanten Haushaltstätigkeiten (kochen, einkaufen, Reinigung) Kannbestimmung
  • Deutliche Stärkung der Kunden (Bewohner) in Hinsicht auf Gestaltung, Personalauswahl, Pflegeabläufe, Freiheit und Prioritäten des Alltages

Zu beachtende Rahmenbedingungen:

  • Die Suche nach geeignetem Wohnraum – Wohnhäuser
  • Die Organisation des Kundenkollektivs (Bewohner und Angehörige als Kunden zusammenbringen)
  • Die Suche nach Pflegeanbietern, die fachpflegerisch und organisatorisch in der Lage sind, die Wohngemeinschaft zu versorgen
  • Die Feststellung des individuellen Pflege- und Betreuungsbedarfs jedes einzelnen Kunden und die Abklärung der Ansprüche mit den unterschiedlichen Kostenträgern
  • Die Organisation des Personaleinsatzes auf der Grundlage der Gesamteinnahmen durch die WG Kunden
  • Die kontinuierliche Begleitung des Projektes durch Angehörige, Betreuertreffs, Mitarbeitertreffs und alle Beteiligten

Unterstützende Einrichtungen zur Beratung:

  • Deutsche Alzheimergesellschaft im jeweiligen Gebiet
  • Freunde alter Menschen – Berlin und Mainz
  • nur um einige zu nennen

Qualität und Rahmenbedingung:

Es lassen sich nur Durchschnittswerte angeben. Erst ein vorliegendes Objekt kann genau gerechnet werden, wenn klar ist, welche Form nach dem Gesetz (LWTG), wieviel Personen und welches Konzept gesucht wird. Betrachtet wird das Verhältnis Kunde-Personal. Es ist möglich, eine Doppelbesetzung am Tag zu organisieren, also 2 Präsenzkräfte auf meist bis 8 Bewohner. Die Alltagsorganisation erfolgt mit einem hohen Maß an „Normalität“ und Kunden-Beteiligung. D.h. hier ist das Leben, die Betreuung wichtig, die Pflege findet nicht nur am Bett statt. Dies beinhaltet eine Neudefinition des Pflegebegriffes. Das wertschätzende Leben jedes Einzelnen hat oberstes Ziel. Der Kunde bewertet, was bei ihm ankommt, was für ihn definierte und angewandte Qualität im täglichen Alltag ist.